Kanonikus Pfarrer Franz Brei

In 25 Jahren als Priester kann ich auf unzählige unvergessliche und auch beeindruckende Begegnungen zurück blicken. Es waren jedoch nicht nur die großen Namen, Ereignisse oder Erlebnisse sondern viel öfter noch die alltäglichen Berührungspunkte mit den unterschiedlichsten Menschen und Problemen, die mich besonders gefordert, beglückt oder auch bedrückt haben.

Natürlich haben insbesondere die persönlichen Gespräche mit so einzigartigen „helfenden Händen Gottes“ wie Mutter Teresa tiefe Eindrücke und Spuren hinterlassen, die ich als ungemein wertvolle Bereicherung meines Berufes erleben durfte.

Auch die Begegnungen mit so großen Kirchenmännern wie Papst Johannes Paul, Papst Benedikt oder Papst Franziskus, zuletzt auch die persönliche Audienz bei Papst Leo XIV, waren für mich wichtig, sehr berührend und ebenfalls unvergesslich.

Ein ganz großartiger Wegbegleiter war und ist Bischof Dr. Ägidius J. Zsifkovics. Er hat mich ins Burgenland, zuletzt als Kanonikus und Stadtpfarrer nach Jennersdorf, berufen und ist ein unersetzlicher Ratgeber, Förderer und äußerst kompetenter Theologe in allen religiösen aber auch weltlichen Themen. Ihm gilt mein ganz besonderer Dank!


Dass ich zusätzlich zu meinen beruflichen Vorgaben und täglichen Pflichten der Seelsorge auch mit meinen Liedern schöne Erfolge feiern durfte, ist vielleicht auch ein kleiner Beitrag, den Menschen Mut und Freude zu machen, aber auch Hoffnung oder Trost zu spenden. Ein schönes und ebenfalls für mich sehr berührendes Erlebnis in diesem Zusammenhang war die Teilnahme am Grand Prix der Volksmusik im Jahr 2009, wo ich in der nationalen Auswahl den ersten und im internationalen Finale den dritten Platz „ersingen“ konnte. Hier stand mir – wie auch für jede weitere CD Aufnahme – das Gesangsquartett „signum!“ mit dem unverwechselbaren Chorgesang zur Seite. Auf diese Weise habe ich viele weitere Menschen als Priester erreichen können, für die gerade die Musik eine Verbindung zum Glauben und vielleicht auch zu Gott bedeutet.


Was mir immer besonders wichtig war und bleiben wird, ist die persönliche Begegnung, das persönliche Gespräch und das zur Verfügung stehen können für alle Menschen, die mir in meinem Beruf als Priester anvertraut sind. So oft hätte ich gerne noch viel mehr Zeit zur Verfügung, um mich den Menschen noch intensiver widmen zu können. Wie schön, wenn ich zum Beispiel die Krankensalbungen vornehmen kann und immer wieder erleben darf, dass sie den Menschen gut tun. Die Tätigkeiten und beruflichen Vorgaben unseres Berufes sind jedoch so vielfältig und unterschiedlich, dass oft kaum Zeit zum Durchatmen bleibt. Leider kann man es nicht zu 100% jedem Menschen Recht machen, aber ich versuche immer, so gut es nur geht mein Bestes zu geben.

So kann ich nur hoffen, dass unser Herrgott für mich noch viele weitere Aufgaben geplant hat und mich immer bei allem bestärkt, was auf mich zu kommt.

Ich freue mich auf die zukünftigen Jahre!


25 von Gott und den Menschen geprägte Jahre!